Schwarze Wegameise (Lasius niger)

Im Haus treten neben Holzzerstörenden Ameisenarten wie der Rossameise und Hygieneschädlingen wie der Pharaoameise v. a. auch solche Ameisen auf, die unsere Wohnungen lediglich auf der Suche nach Nahrung betreten.

Bei diesen, in erster Linie als lästig anzusehenden Ameisen, handelt es sich i. d. R. um Angehörige der Art Lasius niger, der Schwarzgrauen Wegameise. Die Arbeiterinnen sind rund 4 mm lang und einheitlich dunkel gefärbt.Die Schwarzgraue Wegameise ist in ganz Deutschland weit verbreitet. Es handelt sich um einen sehr anpassungsfähigen Kulturfolger, der in Städten, Parks, Gärten, Wiesen und Ackerland weit verbreitet ist. Ältere Kolonien können mehrere 10.000 Arbeiterinnen enthalten. Allerdings lebt in jedem Nest immer nur eine einzige Königin. Die Nester werden z. T. in morschem Holz, meist jedoch im Boden angelegt. Im Sommer ernähren sich die Tiere zum großen Teil von den Ausscheidungen diverser Pflanzensaftsauger wie z. B. Blattläusen - dem sog. Honigtau. L. niger-Arbeiterinnen suchen Wohnungen besonders häufig im Frühjahr auf, wenn die Nahrung im Freiland noch knapp ist. Hierbei sind auch Wohnungen, die im zweiten oder dritten Stock liegen, nicht vor den Ameisen sicher. Falls auf diesen Streifzügen eine ergiebige Nahrungsquelle ausfindig gemacht wird, kann recht schnell eine dicht belaufene Ameisenstraße zwischen Nest und Futterquelle entstehen. Im Garten kann die Art unangenehm auffallen, wenn sie ihre Nesthügel in Rasenflächen oder Beeten anlegt, bzw. Terrassen oder gepflasterte Wege unterhöhlt. Indirekt schadet L. niger auch Kulturpflanzen, indem sie die dort lebenden Blattläuse betreut und schützt. Das Anbringen von Leimringen wie dem Raupen- und AmeisenLeimring verhindert, dass die Ameisen zu den Blattläusen gelangen. Will man die Tiere lediglich davon abhalten über Balkon oder Terrasse in die Wohnung einzudringen, so lassen sich Präparate einsetzen, die ätherische Öle enthalten und lediglich vergrämend, aber nicht tödlich auf die Ameisen wirken.

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