Gemeine Wespe (Vespula vulgaris)

Die schwarz-gelbe Warnzeichnung der Gemeinen Wespe (Paravespula vulgaris) deutet darauf hin, dass es sich um recht wehrhafte Insekten handelt.

Bei dieser Art können die Weibchen zwischen 16 und 19 mm groß werden, während Männchen 13 bis 17 mm und Arbeiterinnen 12 bis 14 mm erreichen. Ein auffälliges Merkmal der Gemeinen Wespe ist eine ankerförmige Zeichnung auf dem Stirnschild. Ebenso wie die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) gehört die Gemeine Wespe zu den Kurzkopfwespen, bei denen der Abstand zwischen der Oberkieferbasis und dem unteren Augenrand gering ist. Genauso wie z. B. die Hornisse bildet auch die Gemeine Wespe einjährige Staaten, die im Herbst zugrunde gehen. Die Nester werden v. a. im Boden (Wühlmausnester, Steingarten, Steinhaufen u. ä.) angelegt. Mitunter gründet die Königin ihren Staat im Inneren von Gebäuden, wie z. B. in dunklen Ecken auf dem Dachboden. Die aus 5 bis 10 horizontal angelegten Wabenetagen bestehenden Nester können einen Umfang von bis zu zwei Metern erreichen. Die Oberfläche der Nesthülle ist lebhaft strukturiert und weist zahlreiche, muschelförmige Lufttaschen auf. Die Kolonien können recht groß werden und 3.000 bis 5.000 Individuen enthalten. Die Tiere können im Herbst mitunter recht lästig werden, wenn sie auf der Suche nach süßen Nahrungsmitteln über Obst, Marmelade, Limonade, Torten u. ä. herfallen. Da hierbei Krankheitserreger und Schimmelpilzsporen verschleppt werden können, ist die Gemeine Wespe als Hygieneschädling einzuordnen. Die Stiche können zwar recht schmerzhaft sein, bleiben aber meist ohne ernsthafte Folgen. Lediglich bei Stichen in die Mundhöhle sollte ein Arzt aufgesucht werden. Für Allergiker können Wespenstiche allerdings lebensgefährlich sein.

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